„Retro“-Brackenridge, fancy Skiort

 

Von diesem malerischen Städtchen aus gehen die Seilbahnen und Lifte auf deutlich über 3.500m hinauf. Die Gegend ist Ski-technisch im 19. Jahrhundert von norwegischen Pionieren erschlossen worden – unser Frühstückslokal in der Main Street ist seit 1879 in Betrieb.

Von hier geht es dann über den Boreas-Pass (3.400m und sehr anstrengend) in eine hügelige Steppe, die irgendwie nicht enden will. Von den 5 Häusern, auf die wir dann in Hartsel treffen, ist eines Gott-sei-Dank „Jason’s Bar“, der uns mit Lebensnotwendigem versorgt.

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In der „Hartsel Lodge“ + Ranch übernachten wir dann mit einer netten Bikergruppe aus Neuseeland und Vancouver Island, die auch die „Divide“ radeln. Abends kochen wir alle „Kraftfutter“ 🙂

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Auf in Colorados Wintersport-Paradiese!

Vorgestern ging die Reise über den Ute-Pass (2.700m) nach Silverthorne, einem der großen Wintersportorte Colorados. Für die Fischadler-Familien, die unterwegs ihre Nester auf Strommasten bauen, legen wir dann einige Foto-Stopps ein. Here we go ….

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Der Ute-Pass bringt einen herrlichen Downhill-Ride nach Silverthorne mit sich, wo wir in die „Dam Brewery“ einkehren und die Supreme Nachos verzehren.

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Der wunderbare Dillon Lake bei Frisco (10 km nach Silverthorne) – das Trinkwasser-Reservoir von Denver, wo wir am Campground übernachten .

Vom Lynx-Pass zum Colorado-River

Von Steamboat Springs folgen wir dem Yampa Valley bis zum Lynx-Pass (auf 2.750 m), wo wir am Campground gleich unterhalb des Passes unser Zelt aufschlagen. Neben uns feiert eine Großgruppe an „Kids“ das Weekend und lädt uns gleich auf Bier ein J

Walter pflegt gern zu sagen: ‚Was zahltst du für das Extra-Abenteuer?’ – und heute hätte ich eine Menge zahlen müssen. Denn er ist ein paar Meilen unterhalb des Passes überraschend in den Aspen-Wald abgebogen (angeblich dem Navi folgend ..) und wir haben von da an unser Long Vehicle über Bäume und durch Büsche geschleppt.

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Und dann die Schotterstraße, die uns 500 Höhenmeter hinunter zum Colorado-River führt:

 

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Scharfe Kurven entlang des Canyons und ein Motorrad, das plötzlich quer vor uns auf der Straße steht (…) – es ist sich alles nochmals ausgegangen. Unten angekommen dann eine Rast in der ortsansässigen Rafting-Schule – und dann geht’s äußerst hügelig nach Kremmling weiter.

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Ein wenig charmant wirkender Ort, umgeben von Granit und Sandstein-Hügeln. Dafür ist das Hotel äußerst charmant 🙂 in dem wir absteigen – und interessant die Mitbewohner. Beim Dinner in der Küche klagt uns ein philippinischer Radfahrer sein Leid: Er ist auf der „Transamerica“, also der US-Ost-West-Route unterwegs und hat nach mittlerweile 7 Wochen furchtbares Heimweh. Aber, keine Chance: Seine Frau will, dass er die gesamte Strecke absolviert.

Mit 80 km/h nach Steamboat Springs

Wer sich die Landkarte der USA mal grob angesehen hat, wird feststellen, dass die inneren Grenzen, also jene der Bundesstaaten, mit dem Lineal gezogen worden sind, also völlig unabhängig von natürlichen Grenzen wie Flussläufen oder Bergrücken. Das Ungewöhnliche: Als wir die Grenze zu Colorado passieren („You leave Wyoming“), ändert sich die Landschaft schlagartig sichtbar ins Grün. Die Besiedelung scheint dichter zu sein – und der Wohlstand größer. Durch die „Three Forks Ranch“ mit ihren stattlichen Häusern, unendlichen Weiden und Teichen samt Golfplatz radeln wir gute 2 Stunden – und dann kommen wir in den Aspen-Wald, durch den der Wind angenehm rauscht.

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Wer sich auf der Schotterstraße über den Pass gemüht hat (2.600 m, da reparieren wir auch unseren Reifenschaden), der freut sich dann umso mehr über den netten Downhill Ride nach Steamboat Springs mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (da liegen wir beide aber schon auf der Lenkstange J. Achtung! Dazwischen bitte 2mal scharf bremsen: nämlich in Columbine gleich nach dem Gipfel und dann dann in „Hahn’s Peak“, ein paar Meilen unterhalb.

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In Steamboat Spring, eines der prominenten US-Skiressorts ist dann „sportlicher Urbanismus“ angesagt: Eine mittelgroße Stadt mit vielen Sportgeschäften, wo wir unser Tandem generalsanieren (neue Reifen, Getriebe etc). Alles hier radelt oder läuft oder schwimmt mit dem Schwimmreifen den schmalen Fluss runter, der die Stadt durchzieht (mit Blick auf die Sprungschanze). Dazu gibts im Stadion Rodeo.

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Jetzt sitzen wir in der stattlichen ‚Bud Werner Memorial Library‘ und schreiben Blog. Gleich gehts weiter zum nächsten Pass.

 

 

 

„Dixon Club“ in Wyoming – und Hillary

Von Wamsutter geht es weiter durch Erdgasfelder, die sich über rund 100 Meilen ziehen. – Hitze! – Nach 6 Stunden Cycling wird es wieder grüner, das tut der Seele gut, wir lachen wieder und kommentieren wie üblich die Landschaft 🙂

Wir erreichen Dixon, eine 99-Seelen-Gemeinde und unsere letzte Station in Wyoming, bevor wir nach Colorado weiterziehen.

Der „Dixon Club“: In der örtlichen Bar verbringen wir dann mit Chefin Julie und der bunten Schar Einheimischer einen diskussionsreichen Abend. Auf dem großen Bildschirm hoch über der Bierzapfsäule läuft dazu der Partei-Convent der Demokraten mit der Hillary-Rede. Die Einschränkung des Waffenbesitzes kommt bei der Dixon-Club-Gemeinde gar nicht gut an. Irgendwann wird es Bar-Chefin Julie zuviel, sie lässt abstimmen: Country-Musik oder Hillary? – Country-Musik!!

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Great Divide Basin

Nach dem South Pass beginnt das große Great Divide Basin. Ein Bereich, aus dem kein Wasser je einen Ozean erreicht. Falls es hier regnet, verdunstet alles. Wir müssen vorsorgen. Wir essen und trinken noch gut in Atlantic City und füllen unsere Wasserflaschen und -kanister auf.

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Es stehen 100 Meilen an ohne Wasserstelle, quer durch ein wüstenartiges Hochland auf rund 2.300m.

 

 

Zur Nacht ruhen wir in der Nähe eines Sees ohne Zu- und Abfluss. Darin fünf Pelikane. Das Wasser trüb. Wir kochen es ab.

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Heute 7 am Abreise in Richtung Süden quer durch die wasserlose Hochfläche. Wir brechen extra früh auf, damit wir weniger Sonne abbekommen und eher mit unseren Wasservorräten auskommen. Der Weg über die Basin Hochebene entwickelt sich zur anspruchsvollen Mountainbike-Strecke: über steile und steinige Anstiege und Abfahrten – und mit grandiosen weiten Ausblicken über das unendlich weite Land.

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Nach rund 100 km kommen wir in ein Gebiet mit Erdölförderung und treffen endlich wieder auf Menschen (die uns dann auch noch mit Wasser aushelfen 🙂 Nach insgesamt 120 km, bei knapp 40 Grad C, landen wir in der Erdölsiedlung Wamsutter. Sieht spacig aus – ich habe mich selten so über einen Fastfood „Subway“ mit kalten Getränken gefreut …